Hol dir dein Denken zurück: Freiheit beginnt im Kopf | Markus Bräuning | TEDxLandau

TEDx TalksAbout 3 min readSep 24, 2025Watch original
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Key Concepts

  • Konstruktivismus: Die Idee, dass wir nicht die Realität selbst erleben, sondern unsere eigene konstruierte Version davon.
  • Emotionaler Filter: Alles, was wir wahrnehmen, wird zuerst durch unsere Emotionen gefiltert.
  • Aufmerksamkeitsfokussierung: Unser Gehirn filtert ständig Reize heraus, basierend auf Aufmerksamkeit, Erfahrung und emotionaler Bedeutung.
  • Bewertungssysteme: Verstand (Logik, Mr. Spock) und emotionales Erfahrungsgedächtnis (Emotionen, Captain Kirk).
  • Freizeitsimulation: Das Gefühl, etwas zu erleben, während man in Wirklichkeit nur anderen dabei zusieht.
  • Embodiment: Der Körper beeinflusst den Geist, nicht nur umgekehrt.
  • Pattered Completion (Mustervervollständigung): Muskelimpulse rufen im Gehirn Muster auf, die unser Erleben beeinflussen.

Wahrnehmung und Konstruktivismus

Der Hauptpunkt ist, dass unsere Wahrnehmung der Realität nicht objektiv ist, sondern eine Konstruktion unseres Gehirns. Das wird durch das Beispiel der Kopfläuse verdeutlicht: Allein das Wort kann ein Jucken auslösen, ohne äußeren Reiz. Dies illustriert den Konstruktivismus, die Idee, dass wir unsere eigene Version der Realität erschaffen.

  • Beispiel Kopfläuse: Das Wort allein löst ein Gefühl aus.
  • Realität als Halluzination: "Das, was wir Realität nennen, ist in Wirklichkeit nur eine verdammt gut gemachte Halluzination."
  • Emotionaler Filter: "Alles was wir wahrnehmen, muss zuerst durch einen emotionalen Filter." Wir sind "Fühler, die ab und zu denken", nicht umgekehrt.

Filterung von Reizen

Unser Gehirn wird ständig mit Reizen bombardiert, aber nur ein Bruchteil davon erreicht unser Bewusstsein. Die Filterung basiert auf Aufmerksamkeitsfokussierung, Erfahrung und emotionaler Bedeutung.

  • Zunge im Mund: Beispiel für Reize, die unbewusst gefiltert werden.
  • Aufmerksamkeitsfokussierung: Kann nicht immer bewusst gesteuert werden.
  • Beispiel "Du hörst mir nie zu": Details werden unbewusst herausgefiltert, wenn sie als irrelevant eingestuft werden.

Urteilen und Bewertungssysteme

Wir neigen dazu, schnell zu urteilen, oft basierend auf unvollständigen Informationen. Dies liegt an unseren zwei Bewertungssystemen: dem Verstand und dem emotionalen Erfahrungsgedächtnis.

  • Beispiel Dönerladen: Voreiliges Urteil über eine Person, die zwei Parkplätze blockiert, basierend auf fehlenden Informationen (Querschnittslähmung).
  • Mr. Spock (Verstand): Logik, Mathematik, Statistik, langsame Entscheidungen.
  • Captain Kirk (Emotionales Erfahrungsgedächtnis): Emotionen, Impulse, schnelle Entscheidungen.
  • Beide Systeme sind notwendig: Für gute Entscheidungen.

Praxisbeispiel: Mr. Spock vs. Captain Kirk

Das Beispiel des Abends auf der Couch illustriert das Zusammenspiel und den Konflikt zwischen Verstand (Spock) und emotionalem Erfahrungsgedächtnis (Kirk).

  • Spock: "Wir wollen dein Handy reduzieren und deswegen jeden Tag ein Kapitel."
  • Kirk: "Ein bisschen Spannung hast du dir verdient, oder?" Führt zu 38 Minuten YouTube-Konsum.
  • Spock: "Faszinierend, aber wir wollten lesen."
  • Frage: "Ist das noch Entspannung oder ist es schon Betäubung?" (Freizeitsimulation)

Die Rolle des Körpers (Embodiment)

Unser Körper beeinflusst unser Denken und Fühlen. Dies wird durch das Konzept des Embodiments erklärt.

  • Beispiel Nutella im Gesicht: Die eigene Körperhaltung und Mimik beeinflussen die Wahrnehmung der eigenen Stimmung und die Projektion auf andere.
  • Embodiment: "Dein Geist bewegt nicht nur deinen Körper, sondern dein Körper bewegt auch deinen Geist."
  • Experimente: Augenbrauen zusammenziehen vs. glattziehen, Faust ballen vs. Hände locker auf dem Schoß legen.
  • Pattered Completion: Muskelimpulse rufen im Gehirn Muster auf, die unser Erleben beeinflussen. Je länger eine Geste oder Mimik gehalten wird, desto stärker wird das Muster.

Drei Takeaways für den Alltag

  1. Innere Führung zurückholen: Nutze beide Bewertungssysteme (Verstand und Bauchgefühl), aber lass den Verstand die Balance wiederherstellen und sicherstellen, dass man selbst am Steuer sitzt.
  2. Offenheit zurückholen: Hinterfrage voreilige Urteile. "Was weiß ich eigentlich nicht?"
  3. Haltung zurückholen: Bei Verwirrung: Aufrichten, atmen, um einen klaren Kopf zu bekommen. Die eigene Körperhaltung bewusst verändern, um die Stimmung zu beeinflussen.

Schlussfolgerung

Wir erleben die Realität nicht objektiv, sondern durch einen Filter. Indem wir uns dessen bewusst werden und unsere Wahrnehmung aktiv gestalten, können wir freier denken und handeln. "Öffne deinen Geist, vergrößere dein Ausschnitt und hol dir dein Denken zurück."

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