FULL - Berebut Napas dalam Lapas, Special Program

CNN IndonesiaAbout 4 min readMar 21, 2025Watch original
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Zusammenfassung des YouTube-Video-Transkripts

Key Concepts:

  • Überbelegung in Gefängnissen (Lapas)
  • Haftbedingungen
  • Rehabilitation von Gefangenen
  • Reform des Strafvollzugs
  • Narkotikaproblematik in Gefängnissen
  • Rolle der Gefängniswärter (Sipir)
  • Remission (Strafnachlass)
  • Justice Collaborator (JC)

1. Überbelegung und Haftbedingungen in indonesischen Gefängnissen

  • Überbelegung: Indonesische Gefängnisse (Lapas) sind stark überbelegt. Das Lapas Klasse 2A Banjarmasin in Kalimantan Selatan ist das zweitüberbelegteste in Indonesien, mit einer Überbelegung von 650%. Es beherbergt 2.378 Insassen, obwohl es nur für 366 Personen ausgelegt ist.
  • Zusammensetzung: Das Lapas Klasse 2A Banjarmasin beherbergt sowohl männliche als auch weibliche Gefangene. Es besteht aus sechs Blöcken, von denen jeder 400 bis 600 Personen fasst und von nur einem Wärter bewacht wird.
  • Ursachen: Die Überbelegung wird durch ein Ungleichgewicht zwischen der Anzahl der neu aufgenommenen und der entlassenen Gefangenen verursacht. Wöchentlich kommen durchschnittlich 40 Personen ins Gefängnis, während nur 30 entlassen werden.
  • Haftbedingungen: Die Haftbedingungen sind prekär. In einer Zelle, die für 17 Personen ausgelegt ist, leben 30 Gefangene. Sie schlafen zu dritt auf engstem Raum.
  • Alternative Lösungen: Um die Überbelegung zu bewältigen, werden in einigen Zellen Holzpodeste (Loteng) gebaut, um zusätzlichen Platz zu schaffen. In einer Zelle, die für 9 Personen ausgelegt ist, leben 28 Personen, 17 unten und 11 oben.
  • Besondere Situation von Frauen: In Frauengefängnissen ist die Situation noch schwieriger. Mütter dürfen ihre Kinder bis zum Alter von zwei Jahren im Gefängnis behalten. Die Versorgung der Babys ist jedoch problematisch, da die Mütter die Babynahrung selbst kaufen müssen.
  • Eingeschränkte Bewegungsfreiheit: Im Gegensatz zu Männergefängnissen werden die Zellen in Frauengefängnissen während der Freizeit verschlossen, um Fluchtversuche zu verhindern.

2. Narkotikaproblematik in Gefängnissen

  • Verbreitung von Drogen: Trotz regelmäßiger Razzien ist der Drogenhandel und -konsum in den Gefängnissen weit verbreitet. Ein Gefängniswärter räumt ein, dass es in allen indonesischen Gefängnissen Drogen gibt.
  • Schmuggel: Gefangene versuchen, Drogen in die Zellen zu schmuggeln.
  • Personalmangel: Der Personalmangel erschwert die Überwachung der Gefangenen. Ein Wärter ist für die Überwachung von über 2.300 Gefangenen zuständig.
  • Maßnahmen: Am Eingang des Gefängnisses (P2U) gibt es Metalldetektoren, um Handys zu entdecken. Das Personal wird ebenfalls kontrolliert.

3. Rolle der Gefängniswärter (Sipir)

  • Aufgaben: Die Gefängniswärter sind für die Sicherheit und Ordnung im Gefängnis verantwortlich. Sie hören sich auch die Sorgen und Nöte der Gefangenen an.
  • Herausforderungen: Die Arbeit als Gefängniswärter ist riskant und mit vielen Herausforderungen verbunden. Es gibt Vorwürfe, dass Gefangene Wärter bestechen, um sich Vorteile zu verschaffen.
  • Bestechung: Ein Wärter bestreitet, Gefangene als "Melkkühe" zu behandeln. Er berichtet jedoch von Fällen, in denen Gefangene ihre Familien um Geld bitten, angeblich um Wärter zu bestechen, in Wirklichkeit aber, um zu spielen.
  • Fluchtversuche: Wenn ein Gefangener flieht, ist der Wärter für die Suche und Festnahme verantwortlich.

4. Reform des Strafvollzugs

  • Reformbestrebungen: Präsident Joko Widodo hat die Reform des Strafvollzugs zu einem Schwerpunkt seiner Regierung erklärt.
  • Maßnahmen:
    • Neubau von Gefängnissen: Um die Überbelegung zu reduzieren, werden neue Gefängnisse gebaut. In Kalimantan Selatan wird das Lapas Narkotika Karang Intan für 1 Milliarde Rupiah erweitert. Die Fertigstellung ist für Dezember 2016 geplant und soll 450 zusätzliche Plätze schaffen.
    • Revision des Strafnachlasses: Die Regierung plant, die Verordnung Nr. 99 aus dem Jahr 2012 über die Gewährung von Strafnachlässen zu überarbeiten. Diese Verordnung schließt Personen, die wegen schwerer Verbrechen wie Drogenhandel, Terrorismus und Korruption verurteilt wurden, von einem Strafnachlass aus.
    • Kritik: Die geplante Revision ist umstritten, da sie Korrupten möglicherweise eine frühere Entlassung ermöglichen würde.
    • Justice Collaborator (JC): Die Anforderung eines JC wird kritisiert, da sie zu Diskriminierung und Korruption führen kann. Es gibt Berichte, dass Familien von Gefangenen Calos bezahlen, um einen JC zu erhalten.
    • Rehabilitation von Drogenkonsumenten: Die Regierung plant, Drogenkonsumenten zu rehabilitieren, anstatt sie ins Gefängnis zu stecken.

5. Rehabilitationsprogramme für Gefangene

  • Programme: In den Gefängnissen gibt es verschiedene Rehabilitationsprogramme, wie z. B. Programme zur Persönlichkeitsentwicklung, religiöse Programme und Programme zur Förderung der Eigenständigkeit.
  • Eigenständigkeit: Im Rahmen der Programme zur Förderung der Eigenständigkeit können Gefangene Brot, Sandalen und Sasirangan-Stoffe (eine Spezialität aus Banjarmasin) herstellen.
  • Beschränkungen: Nur ein kleiner Teil der Gefangenen (10%) kann an diesen Programmen teilnehmen, da es an Platz, Ausbildern und Wärtern mangelt.
  • Verkauf: Die Produkte der Gefangenen werden innerhalb und außerhalb des Gefängnisses verkauft. Die Einnahmen werden für den Kauf von Rohstoffen und die Auszahlung von Prämien an die Gefangenen verwendet.
  • Juru Dapur (Küchenpersonal): Gefangene, die als Küchenpersonal arbeiten, genießen besondere Privilegien. Sie schlafen in einem Raum neben der Küche und nicht in den Zellen.

6. Schlussfolgerung

Das Video zeigt die schwierigen Bedingungen in indonesischen Gefängnissen, die durch Überbelegung, Drogenprobleme und Personalmangel gekennzeichnet sind. Die Regierung versucht, die Situation durch den Bau neuer Gefängnisse, die Revision des Strafnachlasses und die Förderung von Rehabilitationsprogrammen zu verbessern. Es wird betont, dass eine umfassende Lösung des Problems eine ganzheitliche Betrachtung erfordert, die nicht nur die Situation in den Gefängnissen, sondern auch die Ursachen der Kriminalität berücksichtigt.

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