A Trump tower in Europe? | DW News
By DW News
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Key Concepts:
- NATO-Bombardierung Belgrads 1999
- Generalstabsgebäude in Belgrad: Architektur, Bedeutung, Zerstörung
- Kuschner-Projekt: Trump Tower in Belgrad (Hotel- und Apartmentkomplex)
- Korruption und Vetternwirtschaft in Serbien
- Memorandum of Understanding zwischen Kushner's Investitionsfirma und der serbischen Regierung
- Öffentlicher Protest gegen das Kuschner-Projekt
- Rolle der serbischen Regierung unter Präsident Alexander Vučić
- Beteiligung internationaler Investoren (Saudi-Arabien, Qatar, Abu Dhabi)
- Fehlende Transparenz und Wirtschaftlichkeitsstudien
- Anklage gegen Direktor des Instituts zum Schutz kultureller Monumente (Goran Vasić) wegen Gutachtenfälschung
1. Hintergrund und Ausgangssituation:
- Die NATO-Bombardierung Belgrads im Jahr 1999 zerstörte das Generalstabsgebäude, ein architektonisch bedeutendes Gebäude aus den 1960er Jahren. Bojan Kowatvic, ein Architekt und Kenner des Gebäudes, wohnt in der Nähe und erlebte die Bombardierung.
2. Das Kuschner-Projekt:
- Jared Kuschner, Schwiegersohn von Donald Trump, plant den Bau eines "Trump Tower" in Belgrad, einen Hotel- und Apartmentkomplex, der dreimal so hoch sein soll wie das ursprüngliche Gebäude.
- Das Projektvolumen ist enorm und die Architektur wird als "beliebig und austauschbar" kritisiert.
- Die Investitionssumme beträgt mehrere hundert Millionen Dollar, finanziert von Staaten wie Saudi-Arabien, Qatar und Abu Dhabi.
- Es gab keine öffentliche Ausschreibung für das Projekt.
- Ein Memorandum of Understanding (MoU) existiert zwischen Kuschner's Investitionsfirma und der serbischen Regierung.
- Serbien soll 22% der zukünftigen Profite erhalten und stellt das Grundstück für 99 Jahre kostenlos zur Verfügung.
3. Kritik und Protest:
- Viele Serben, insbesondere Studenten und Intellektuelle, protestieren gegen das Projekt.
- Sie sehen in dem Projekt eine unangemessene kommerzielle Nutzung eines historisch bedeutsamen Ortes.
- Sie protestieren gegen Korruption und Vetternwirtschaft in Serbien.
- Die Demonstranten fordern, dass das Gebäude nicht abgerissen wird und der Ort so bleibt, wie er war.
- Expertenmeinungen und öffentliche Interessen werden ignoriert, stattdessen werden Profitstreben und die Interessen des Großkapitals verfolgt.
4. Rolle der serbischen Regierung:
- Die Regierung von Präsident Alexander Vučić wird für mangelnde Transparenz kritisiert.
- Nichtregierungsorganisationen (NGOs) bemängeln fehlende Informationen über Verhandlungen und finanzielle Aspekte des Projekts.
- Es gibt keine Wirtschaftlichkeitsstudie oder fundierte Analyse.
- Die Regierung kontrolliert das Parlament und den Staatsapparat und lehnt Neuwahlen ab.
- Die Opposition ist zerstritten, aber kritisiert das Kuschner-Projekt.
- Es wird vermutet, dass die Idee zum Bau des Trump Towers von der serbischen Regierung stammt, um sich die Gunst internationaler Partner zu sichern.
5. Korruptionsvorwürfe:
- Es gibt Hinweise auf Korruption im Zusammenhang mit dem Kuschner-Projekt.
- Der Generalstaatsanwalt hat Anklage gegen Goran Vasić, den Direktor des Instituts zum Schutz kultureller Monumente, erhoben.
- Vasić wird vorgeworfen, Gutachten gefälscht zu haben, um das Projekt voranzutreiben, was er auch zugegeben hat.
6. Zukunftsperspektiven:
- Die Ruine des Generalstabsgebäudes kann nicht ewig so stehen bleiben.
- Bojan Kowatvic schlägt vor, das Gebäude äußerlich wiederherzustellen und im Inneren ein modernes Bauwerk zu errichten.
- Der Beginn des Kuschner-Projekts ist derzeit ungewiss.
- Die Studentenproteste gegen Korruption dauern an.
7. Zitate:
- Demonstrant: "Wir werden nicht zulassen, dass dieses Gebäude abgerissen wird und so etwas Absurdes gebaut wird wie der Trump Tower dort, wo früher der Generalstab war."
- Demonstrant: "Man kann nicht jedes Vorhaben allein mit Profitstreben und den Interessen des Großkapitals rechtfertigen. Öffentliche und staatliche Interessen müssen berücksichtigt werden."
8. Schlussfolgerung:
Das Kuschner-Projekt in Belgrad ist hochumstritten. Es wird als Beispiel für Korruption, Vetternwirtschaft und mangelnde Transparenz kritisiert. Die Proteste der Bevölkerung und die Anklage gegen einen Beamten zeigen den Widerstand gegen das Projekt. Die Zukunft des Generalstabsgebäudes und des Kuschner-Projekts ist ungewiss.
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